Flensburger Rumhäuser.

 H. H. Pott Nflgr.   

Import u. Destillation, Pott-Rumwerke, Spirituosenfabrikation

Import u. Destillation, Pott-Rumwerke, Spirituosenfabrikation Gegr.: 1848

Neustadt 2, Augustastr. 5, Wasserlooslück 1

Im April 1848 eröffnet Hans Hinrich Pott in einem kleinen nicht mehr existierendem Haus in der Neustadt No. 232 seine Destillerie. Verschiedene Spirituosen und Rum aus West-Indien werden hier hergestellt und in Glasballons oder Holzfässern verkauft.

Im Jahr 1874, 10 Jahre nach dem Flensburg an Preußen fiel, verkauft H. H. Pott seinen Betrieb an Anton Friedrich Schierning und Ove Lempelius. Die Firma H.H. Pott Nfgr. profitiert von der Nachkriegskonjunktur und vergrößert sich in einem Neubau neben dem Nordertor, welches 1898 zum Warenzeichen wurde, in der Neustadt No. 241 (später HNr. 2).

Noch vor dem 1. Weltkrieg, in dem der Betrieb nicht produzierte, schied O. Lempelius aus, und Andreas Lorck-Schierning unterstützte seinen Vater. 1919 ging die Produktion von Rum unter dem Alleininhaber A. Lork-Schierning weiter, während man die Likörherstellung und die Futtermittelproduktion aussetzte, und zog aus Platzgründen 1923 in die Augustastraße 5 in Flensburg. Hier entstand 1925 die neue Marke "Holborn GS".

Auf St. John unterhielt Pott eine eigene Destille, die aber hauptsächlich für den amerikanischen Markt produzierte.

Für den erneuten Aufschwung nach dem zweiten Weltkrieg sorgte in 3. Generation Norbert Lork-Schierning. Die Dubonnet-Vetrieb GmbH und Schierning KG wurden Anfang der 1960er Jahre gegründet. Mitte der 1960er Jahre errichtete Pott eine Produktionsstätte in Rinteln an der Weser, und erbaute eine neue Destille auf Sint Maarten, die ab 1969 für die heimischen Märkte Rum produzierte.
Um die saisonellen Absatzschwankungen im Rum-Vertrieb auszugleichen, strebte Nobert Lorck-Schierning eine Fusion mit der Firma Racke an. Im März 1974 kam es dann zum Zusammenschluss zwischen den Firmen H.H. Pott Nfgr. Rumhandelshaus Flensburg und A. Racke, Bingen/Rhein, wo auch die Verwaltung hin verlegt wurde. Die Produktion wurde nach Rinteln verlegt.

Aber auch das Maskottchen, das Pott Negerlein als Logo wurde stark als diskriminieren kritisiert. Die Werbemacher mussten als ausgleichendes Maskottchen einen Ritter entwerfen, der auch auf Gläsern abgebildet wurde. Später verloren beide Maskottchen

Im März 1974 kam es dann zum Zusammenschluss zwischen H. H. Pott und A. Racke in Bingen am Rhein zur Pott Racke GmbH & Co. KG. 1978 erfolgte eine Vertriebs- und Verwaltungskooperation mit Mehrheitsbeteiligung an der Sektkellerei Kupferberg in Mainz.

2003 werden die Unternehmen von Schwarze und Schlichte übernommen, wobei die Markenrechte von Pott Rum an Henkell & Co. Sektkellerei KG in Wiesbaden verkauft wurden, unter Beibehalt des Produktionsstandortes in Rinteln.

Seitdem ist der Zusatz "Flensburg, Rinteln, Bingen" auf dem Pott-Eitkett verschwunden, und durch das Bekannte "H.H. Pott NFGR. Rumhandelshaus, Wasserlooslück 1, Flensburg" ersetzt worden.

Sowohl Pott, als auch Holborn sind heute noch im Handel erhältlich.(siehe externe Links)

Etiketten:

weitere Abbildungen:

damals heute st marten
 

Externe Links:

offizielle Homepage

 Das Maskottchen der 1950er-70er Jahre